Probezeit? Was ist das eigentlich?

Bevor dein Ausbildungsplatz sicher ist, musst du in der Regel erst einmal die Probezeit überstehen. Die Probezeit ist eine Testphase sowohl für dich als auch für das Unternehmen in dem du arbeitest.
Der Arbeitgeber verschafft sich in dieser Zeit einen Eindruck davon, ob du wirklich über die nötigen Fähigkeiten und Kompetenzen verfügst, die für den jeweiligen Beruf erforderlich sind. Auf der anderen Seite ist es auch gut für dich, denn du hast die Möglichkeit in dieser Zeit festzustellen ob du wirklich längerfristig für diesen Beruf gemacht bist.
Die Probezeit ist in der Ausbildung per Gesetz verpflichtend, sie muss mindestens einen Monat, darf aber nur maximal vier Monate dauern. Wie lange deine Probezeit dauert und welche Bedingungen gestellt werden steht in deinem Arbeitsvertrag.
Was ist das besondere an der Probezeit? Der normale Kündigungsschutz ist nicht gegeben. Euer Arbeitgeber kann euch ohne Angaben von Gründen kündigen. Das gleiche gilt übrigens auch für dich als Auszubildenden.
Erst nach Ablauf der Probezeit greift der normale Kündigungsschutz. Daher solltest du natürlich zunächst in der Probezeit besonders darauf achten, wie du dich gibst und verhältst. Einige Tipps haben wir unten für dich zusammengestellt. Dein gutes Benehmen solltest du nach Ablauf der Probezeit allerdings beibehalten!
Die schlimmsten Fehler, die du begehen kannst haben wir für dich einmal kurz und knapp zusammengefasst!
Wenn du also in deinem Ausbildungsbetrieb bleiben willst, solltest du folgende Dinge beachten:

„Ey Alter!“ „Jo, Kumpel“ ...
Als Azubi solltest du dich daran orientieren, wie in deiner Umgebung gesprochen und miteinander umgegangen wird. Du bist immer auf der richtigen Seite wenn du erst einmal alle Siezt. Warte lieber, bis die Leute dir das Du anbieten, das macht gleich einen guten Eindruck. Weil ein überstürztes kumpelhaftes „Ey yo du!“ lässt dich schnell unprofessionell wirken. Zu große Distanz ist allerdings kontraproduktiv – bleib immer freundlich, setz dich in der Pause zu den anderen Azubis oder zu den Kollegen und suche ein freundliches Gespräch, damit ihr euch besser kennen lernen könnt.

Zurückhaltung?
„Hast du schon mit unserem neuen Azubi gesprochen?“ „Neuer Azubi? Wir haben einen Azubi!?“ Wichtig ist, jetzt all deine Versprechen einzulösen die du in deiner Bewerbung geschrieben und in deinem Vorstellungsgespräch gesagt hast. Zeig deine Stärken und bringe dich ein. Der größte Fehler den du machen kannst, ist einfach nur still schweigend daneben zu sitzen.

Klugscheißer und Besserwisser? Ne, lass mal lieber...
Du bist clever, schlau und weißt vieles besser? Schön für dich, aber während deiner Probezeit solltest du darauf achten, dass du nicht zu arrogant auftrittst. Wer permanent nur Kritik und Verbesserungsideen von sich gibt, sollte sich darauf gefasst machen, dass das bei den Wenigsten gut ankommt. Diese Haltung signalisiert nur, dass du nicht in der Lage bist dich anzupassen beziehungsweise, dass du der Meinung bist du hättest es nicht nötig dich anzupassen. Nutze die Probezeit lieber um genaue Abläufe, Dienstwege und hierarchische Strukturen in dem Unternehmen kennen zu lernen.

Klatsch und Tratsch? Das kann ich gut!
Getratscht wird in vielen Firmen. Für dich als Neuling mag das vielleicht besonders interessant sein, doch beim Flurfunk solltest du dich bewusst zurückhalten. Nicht, dass du nachher noch als Plappermaul in die Pfanne gehauen wirst! Achte also in deiner Probezeit darauf, eine gewisse aber freundliche Distanz zu allen Kollegen zu bekommen.

Fazit
Wenn du diese Tipps befolgst, hast du die größten Chancen erfolgreich durch die Probezeit zu kommen. Und wenn du die Probezeit gemeistert hast, hast du die größte Hürde schon genommen!

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